Meine Gebärmutter gehen lassen – eine persönliche Erfahrung über Scham, Freiheit und Transformation

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Viele Frauen haben mir daraufhin geschrieben, weil das Thema Gebärmutterentfernung immer noch mit viel Scham und Schweigen verbunden ist.
Deshalb habe ich mich entschieden, meine Geschichte auch hier zu teilen.

Ich habe meine persönliche Gebärmutter verabschiedet und die kosmische bekommen. Manchmal ist es einfach nur perfekt, etwas Großes loszulassen. Auch dann, wenn es schmerzlich ist und für den Verstand vielleicht unmöglich erscheint.

Wenn wir ganz annehmen, sind wir geführt.
Und all das Gold, das darin verkapselt war, darf wieder frei fließen.

Ich habe in den letzten Tagen genau das getan.

Und wahrscheinlich finden das viele hier krass. Krass, dass ich es schreibe. Krass, dass ich meine Sicht teile.

Ich habe meine Gebärmutter losgelassen. Sie verabschiedet. Und mich für die Freiheit entschieden.

Jahrelang hatte ich ein Myom.
Gefüllt mit Scham.

Ich habe vieles probiert.
Und ganz ehrlich: Der Gedanke, meine Gebärmutter irgendwann loszulassen, war für mich der schlimmste.

Ein No-Go.
Ein Tabu.

Selbst meine Mutter hatte eine Entfernung.

Ich wollte kämpfen.
Ich wollte sie behalten.

Bis ich eines Tages auf dem Stuhl meines Lindauer Frauenarztes saß und erkannte: Genau dieses Loslassen ist mein Weg.

Tränen liefen.
Und mit den Tränen kam die Öffnung.
Die Öffnung für die Möglichkeit des Loslassens.

Das ist jetzt ein Jahr her.

Ich zögerte, weil es mir geraten wurde.
Und weil die Blutungen wieder zurückgingen – so weit, dass es einigermaßen erträglich war.

Dann begann ich meine Breathwork-Ausbildung.
Mit dem Atem strömte noch mehr Leben in mein Leben.
In mich.

Und die Blutungen flossen ins Unermessliche.
Erst war da Irritation.

Dann Entscheidung und Klarheit.
Und der OP-Termin.

Und ich fühlte mich so geführt wie noch nie.
In der Vorbereitung auf die OP vollendete ich mein Wirken.
Puzzlestück für Puzzlestück fügte sich.

Es wurde eins.

So wie es in der Essenz schon immer war.

Eine Woche vor der OP hatte ich noch eine Sitzung mit Lisa. Wir schauten uns meine Ahnenthemen an, die darauf warteten, in meinem Schoßraum erlöst zu werden.

Es musste etwas vollendet werden.
Vollendet, damit die kosmische Gebärmutter ganz in mich einziehen konnte.

Der Tag der OP kam.
Die OP dauerte lange.

Danach fühlte ich nicht den erwarteten Bliss.

In der Nacht bekam ich starke Schmerzen.
Ich wusste, dass etwas nicht stimmte.
Ärzte standen um mein Bett, vielleicht sechs oder sieben.

Viele Aufklärungen. Viele Formulare.

Es gab einen leichten Weg.
Und einen komplizierten - es war ein krasser Moment genau dazwischen zu stehen.

Es wurde leicht.

Und als ich aus der Narkose aufwachte, war da dieses tiefe Gefühl in mir:
Jetzt ist es vollendet.

Und jetzt sitze ich hier in meinem Krankenhausbett. Sonnenschein. Seeblick.
Mein Körper darf noch heilen.

Und mein Leben beginnt jetzt.

So viel mehr ich.


Diese Erfahrung hat meine Arbeit noch einmal vertieft.
Ich begleite Menschen dabei, ihr Zartestes zu integrieren, damit ihr Stärkstes wirklich führen kann – ohne etwas von sich zurücklassen zu müssen.
Wenn du mehr über meine Arbeit erfahren möchtest, findest du hier mehr:

Mit mir arbeiten
Kurs „Voran gehen“

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