Nichts mehr ausschließen – ein Weg in tiefere Heilung

Nachdem ich fast 20 Jahre sowohl spirituelle Wege als auch klassische Therapien gegangen bin,
kam vor ein paar Jahren ein klarer Impuls: Ich möchte mich wirklich konkret mit meinen Traumata beschäftigen.

Ich habe mich dazu auf dem Freiburger Psychotherapiemarkt umgesehen. Und obwohl Freiburg eine sehr alternative Stadt ist, gab es kaum Angebote, die Trauma wirklich ernsthaft integriert haben. Nach langem Suchen fand ich einen Therapeuten, der „Trauma“ auf seiner Webseite stehen hatte. Als ich die Praxis betrat, spürte mein Körper sofort: Hier kann ich mich nicht öffnen. Und trotzdem blieb ich.

Warum?
Mein Nervensystem war in Anpassung - Fawn Response.

Die Fragen waren unsensibel, alles wurde auf ein weißes Blatt aufgeschrieben, mein ganzes Leben einmal durchgegangen. Als ich sagte, dass ich meine Kindheitstraumata integrieren möchte, meinte er, das sei kaum oder gar nicht möglich.

Er empfahl mir eine Psychoanalyse.
Ich wusste sofort: Nein.
Das hatte ich hinter mir.

Diese Erfahrung ist kein Einzelfall.

In unserem System geht es oft nicht um Heilung, sondern darum, Menschen wieder funktionsfähig zu machen. Als Mutter. Als Vater. Als Angestellte. Nicht darum, dass ein Leben wirklich erfüllt, lebendig und frei wird.
Vielleicht hat sich deshalb die spirituelle Szene so weit davon entfernt.

Wir wollen Freude, Liebe, Schönheit – nicht nur funktionieren.Und gleichzeitig wird Trauma dort oft ausgeklammert oder nur als etwas gesehen, das „weg muss“.

Doch was wir wegdrücken, wirkt im Schatten. Trauma zu integrieren heißt nicht, sich darin zu verlieren. Es heißt, nichts mehr auszuschließen.

Für mich ist Traumaintegration ein Weg, der uns ganz macht.
Der Körper, Nervensystem und Bewusstsein verbindet.
Und der echte Selbstermächtigung möglich macht.

Ich liebe es in die Wurzeln zu tauchen - du auch?

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Feinfühligkeit braucht Boden

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Da saß sie nun mit ihren silbergrauen Haaren…